ich steine, du steine
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Und wieder ist da der Druck auf dem Brustkorb. Wieder die Bestie auf der Schulter, die den Mund zuhält und die Luft nimmt. Das Stechen unter der dritten Rippe, das Reißen dazwischen und das Kratzen an allem was bleibt. Die Hände krallen sich ins Laken, der Körper hofft auf ein Ende, dass endlich das pulsierende Gefühl aus dem Hals verschwindet. Seine Hand greift nach meiner, hält sie fest. "Du musst einfach weiteratmen", sagt er und streicht über meine Wange, den Hals, die Schulter und das Biest löst sich auf. Und ich atme. Ein und aus. Aber einfach ist das nicht.
3.8.16 10:34
 


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(6.8.16 12:19)
Es saugt mich aus. Nein ich kann das nicht mehr! Mein Schatten springt hastig von Laterne zu Laterne. Eine kühle Nacht hat sich über die Stadt gelegt. Es ist als wäre ich bis zum Platzen mit Ballast gefüllt, doch es fühlt sich alles so leer an. Ich will nur weg von hier..endlich ein Zuhause finden. Doch wieder zerberstet mein Kopf vor lauter Irrsinn. Ich laufe schneller, ziehe den Reißverschluss meiner Jacke noch ein wenig höher um vielleicht etwas Wärme zu spüren. Wärme, welche mir die Bestie im Handumdrehen wieder aussaugt. Meine Hände verkrampfen, ich schließe die Augen, renne los und verschwinde im Dunkel einer Seitenstraße..kann ich je entkommen?


(8.8.16 09:26)
Ich stelle meine eigenen Fakten auf.
Wie durch die zittrige und rissige Hand des Marionetten Spielers in irgendeinem schäbigen Hinterhof Theater geführt, spürt der schwere Klotz wohnhaft in meiner Brust die seidenen Fäden. Ich dachte der Schnitt passierte schon und wartete auf den Aufprall. Scheint es hängt noch wo es soll denn ab und an kann ich das beharrliche ziehen und schmerzen nicht ignorieren.
Wieder diese Bestie die sich zu gern spiegelt in Enttäuschung und der Wut in leeren Gläsern oder in verschwommenen, verwässerten Buchstaben auf Papier wenn ich schreibe. Wenn ich schreibe und denke und denke und leide und schreibe und denke und trinke. Momente in denen das Gefühl etwas wahrhaft zu empfinden meine Kehle zu schnürt und droht mich bis auf die letzte Faser meines Körpers zu beherrschen.
Wir kannten den Durchgang am Zaun. Ich schaue und suche die dritte schlaflose Nacht ohne Pause nach einem Loch oder zumindest einer kleinen Lücke an der der Draht sich anfängt aufzudröseln.
Keine Richtung. Kein Fixpunkt. Kein Durchgang. Keine Lücke. Übermüdet als hätte ich ewig kein zu Hause mehr gesehen schleppe mich wie ein Boxer nach dem Kampf aus der Arena, dem die Lippe blutet und die Lunge rasselt.
Aber Ich stelle meine eigenen Fakten auf. Ich lache mit abstand am lautesten und saufe wieder als gäbe es kein Morgen...

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