ich steine, du steine
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Deine Hand liegt in meiner, so weich, so sanft, als wäre sie kaum da. Meine Finger streichen über deinen Handrücken, verbinden altbekannte Flecken mit unsichtbaren Linien. Deine Augen sind geschlossen, dein Mund ein Strich. Es war Jahre, Monate, Wochen her, seit wir so nebeneinander lagen und die Nähe und Wärme des anderen so stumm genossen. Damals hast du mein Herz gebrochen und ich habe es dir gleich getan. Nicht unbedingt aus Rache, aber etwas in der Art wird mich geleitet haben. Irgendwann saßen wir uns gegenüber. In mir das dringende Bedürfnis dich zu küssen, in dir das Bedürfnis, mir das Genick zu brechen. Vielleicht waren es immer die Gegensätze die uns aneinander gereizt haben.Deine Brust hebt und senkt sich gleichmäßig; vermutlich weißt du es nicht, aber mit jeder Bewegung verstreust du dein Parfum, welches mit seit jeher in den Bann zog. Deine Hand streift in einer einzelnen Bewegung über meinen Körper, spiegelt Geborgenheit und Wärme wieder. Doch dein Mund ist ein Strich und er bleibt es wenn ich ihn küsse.
19.5.16 15:28


Durch das Fenster fällt verwaschenes Sonnenlicht auf das Bett, wo wir liegen und du meine Haut auseinander faltest. Du tauchst mit deinen Blicken zwischen die Poren, entdeckst schwarze Meere und vergessene Kontinente, die vor dir niemand bereist hat. Ich lasse dich tiefer sinken, gebe dir Einblicke in alles, was vorher unbeachtet blieb, und küsse deine Lippen. Du sagst, von meinem Mund verläuft eine Linie, die sich über meinen Körper zieht. Die an der Hüfte stolpert und dann weiter läuft. Du sagst, keine Linie hat je so zu dir gepasst, wie diese.
17.4.14 18:23


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