ich steine, du steine
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Nachts um vier lieg' ich wach und versuche dem Sturm in mir zur Ruhe zu bringen. Ich zähle ein, zwei, fünf Schäfchen und beginne ab dem hundertsten Ihnen Namen zu geben. Klaus ist das Schaf, das sich hinter Meryl versteckt um den Blitzen zu entgehen und Hubert versucht die Wolken, die wie Zuckerwatteflocken aussehen, zu fangen und zu fressen. Und Klara liegt einfach nur da, und liegt und liebt den Sturm und ich, ich weiß nicht wie ich atmen soll, wenn mir der Wind die Luft nimmt.

Und dann drehst du dich um und schlingst deine Arme um mich und mit deinen Berührungen schlägt der Sturm gegen eine Wand und wird langsamer und verwandelt sich in eine warme Brise. Und beim zwei hundertsten Schaf, bei Leo, wie Löwe, merke ich wie sich die Watte auf meine Augenlider legt und sie langsam zuzieht und deine Nähe raubt mir den Verstand und ich, ich weiß nicht wie ich atmen soll, wenn du mir die Luft nimmst.
7.8.16 19:33


Und wieder ist da der Druck auf dem Brustkorb. Wieder die Bestie auf der Schulter, die den Mund zuhält und die Luft nimmt. Das Stechen unter der dritten Rippe, das Reißen dazwischen und das Kratzen an allem was bleibt. Die Hände krallen sich ins Laken, der Körper hofft auf ein Ende, dass endlich das pulsierende Gefühl aus dem Hals verschwindet. Seine Hand greift nach meiner, hält sie fest. "Du musst einfach weiteratmen", sagt er und streicht über meine Wange, den Hals, die Schulter und das Biest löst sich auf. Und ich atme. Ein und aus. Aber einfach ist das nicht.
3.8.16 10:34


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